Die Geschichte des Osterhasen
Das ist so eine Sache, die Sache mit dem Osterhasen. Ganz Genaues über seine Herkunft weiß man nicht, außer dass er die Eier zu Ostern bringen soll. Neumodische Menschen sagen, er sei eine Erfindung der Marketingabteilungen von Kinderschokolade oder möglicherweise auch von Milka.
Tatsächlich wurde der Osterhase aber schon vor rund 300 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Ein Arzt aus Heidelberg berichtete über den fleißigen Hasen, mutmaßlich gesichtet im Elsass, in der Pfalz und am Oberrhein. Doch während der Hase dort zu erster Berühmtheit gelangte, kannte man ihn in anderen Regionen Deutschlands zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht.
Anderswo in Deutschland sollen bis zum 16. Jahrhundert Tiere wie der Storch die Eier gebracht haben. Der wurde aber später für das Einfliegen der Babys abbestellt und hatte damit das ganze Jahr über eine Beschäftigung. Der geschäftstüchtige Hase hingegen war nicht faul und befasste sich mit Expansionsstrategien. Er breitete sich in ganz Deutschland aus und schließlich reiste er auch als Easter-Bunny nach Amerika und Australien.
Bis heute hat seine Familie mit zahlreichen Nachkommen ein mächtiges, weltweit operierendes Merchandising-Unternehmen aufgebaut. Es gibt Fanartikel von der Kerze bis zum Schokohasen. Zum einfachen Eier verstecken findet die Hasen-Familie heute allerdings keine Zeit mehr. Das überlässt man jetzt den Eltern, die aber immer noch gerne auf die Geschichte des Osterhasen als Ausrede zurückgreifen.
So war das – oder so ähnlich.
Wir wünschen frohe Ostern!
















